Vielfalt

Orangensaft, die Sonne im Glas

Jeden Morgen starten weltweit Millionen von Menschen mit einem Glas Orangensaft in den Tag. Er gehört zu jedem Frühstücksbuffet ganz selbstverständlich dazu. So ist es nicht verwunderlich, dass er mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 7,6 Litern (2015) neben Apfelsaft der beliebteste Saft der Deutschen ist.

Hauptproduktionsland ist Brasilien. Dort wird die Hälfte der Weltproduktion an Orangen geerntet. Es folgen die Vereinigten Staaten – insbesondere Florida und Kalifornien sowie Spanien und Italien. Diese Länder bieten aufgrund ihres warmen Klimas mit viel Sonnenschein optimale Voraussetzungen für das Wachstum der Früchte. Orangensaft ist sozusagen pure Sonnenenergie: Ein Glas enthält mindestens 1.000 Sonnenstunden - kein Wunder also, dass der süß-saure Fruchtsaft so beliebt ist. Vielleicht ist genau das der Grund, weshalb der Genuss einen Hauch südländischer Leichtigkeit und Lebensfreude in uns weckt.

Ursprünglich stammen Orangen aus China oder Südostasien, bevor sie im 15. Jahrhundert nach Spanien gelangten. Seitdem hat die Orange den Siegeszug um die ganze Welt angetreten. Bereits im 18. Jahrhundert wurde Orangensaft aufgrund seines hohen Vitamin-C-Gehalts verzehrt. Zu dieser Zeit waren Seemänner über mehrere Monate auf See. Eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen war damals kaum möglich. Tausende Seeleute starben an Skorbut. Ein britischer Schiffsarzt konnte in einer für damalige Verhältnisse modernen Studie nachweisen, dass Zitrusfrüchte mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt, wie die Orange, Skorbut vorbeugen können.